Filmtour "Große Freiheit" in Graz
Filmtour und Expert:innengespräch mit Michael Hunklinger
Der mehrfach ausgezeichnete Film "Große Freiheit" des Regisseurs Sebastian Meise wirft einen Blick auf die systematische Kriminalisierung homosexueller Menschen im Nachkriegsdeutschland. Ein diskreter Film der die Geschichte von Hans erzählt, der wegen seiner Homosexualität nach dem Konzentrationslager 1945 direkt ins Gefängnis kommt. Der Grund: Paragraf 175, der bis in die 1970er Jahre in der BRD sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern unter Strafe stellte.
Im Gefängnis begegnet Hans dem verurteilten Mörder Viktor. Wieder und wieder landet Hans im Gefängnis, und immer ist da Viktor. Aus gegenseitiger Abscheu entsteht ausgerechnet mit ihm über die Jahre eine Liebe. Eine intensive Schicksalsgemeinschaft, verbunden durch eine unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Leben.
Im Anschluss an den Film laden wir zu einem Expert:innengespräch mit Politikwissenschaftler und Autor Michael Hunklinger und der Interessensvertretung RosaLila PantherInnen zum Thema LGBTQ+ ein, um ihn gemeinsam zu reflektieren und vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen zu diskutieren.
Nach dem Expert:innengespräch gibt es im Foyer des KIZRoyal die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzen.
Sei dabei und diskutiere mit! Eintritt frei!
Programm
17:20 Uhr Einlass
17:30 Uhr Begrüßung und Filmstart "Große Freiheit"
19:40 Uhr Expert:innengespräch
20:30 Uhr Austausch und Ausklang im Foyer des KIZRoyal
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich und verfügt über eine rollstuhlgerechte Toilette. Uns ist es wichtig, unsere Veranstaltungen für alle so barrierearm wie möglich zu gestalten. Solltest du besondere Bedürfnisse haben, die deine Teilnahme erleichtern, lass es uns bitte bei der Anmeldung wissen.
Michael Hunklinger ist Politikwissenschaftler und Autor. Derzeit forscht und lehrt er zu den Themen Diversität und Ungleichheit an der Universität Krems, zudem arbeitet er in diversen internationalen Projekten, die sich vor allem mit Fragen von politischer Partizipation und Repräsentation von LGBTIQ+ Personen beschäftigen. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen analysiert und kommentiert er regelmäßig LGBTIQ+ Themen. Zuletzt erschien sein Essay „Wir werden nicht verschwinden“ bei Kremayr & Scheriau.
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