Junges Engagement: Wenn junge Menschen die Gesellschaft bewegen
In Österreich engagieren sich rund 3,7 Millionen Menschen freiwillig – also fast jede zweite Person. Auch junge Menschen machen dabei keine Ausnahme: Etwa die Hälfte der 15- bis 29-Jährigen packt in Vereinen, Initiativen und Projekten mit an – und gestaltet damit aktiv, wie wir miteinander leben.
Was motiviert junge Menschen?
Der aktuelle Freiwilligenbericht zeigt, weshalb sich junge Menschen in Österreich freiwillig engagieren.
- Besonders häufig nennen sie den Wunsch, anderen Menschen zu helfen und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.
- Gleichzeitig spielen auch persönliche Motive eine Rolle.
- Viele junge Freiwillige möchten neue Erfahrungen sammeln, Fähigkeiten entwickeln oder neue Menschen kennenlernen.
Freiwilliges Engagement bietet dafür den idealen Rahmen.
Wo engagieren sich junge Menschen?
Junge Menschen engagieren sich auf viele Arten. Manche helfen regelmäßig in Organisationen, andere unterstützen punktuell bei Veranstaltungen oder Projekten. Dieses Engagement findet in ganz unterschiedlichen Bereichen statt, etwa:
- Sport & Bewegung
- Kultur und Freizeit
- Soziales Engagement
- Umwelt- und Kimaschutz
- Bildungs- und Jugendarbeit
- politisches Engagement
In unserem Engagement-Finder sowie der mima-App findest du 19 unterschiedliche Engagementbereiche. Lerne mehr über die unterschiedlichen Bereiche hier.
Was benötigen junge Menschen fürs Engagement?
Damit sich junge Menschen freiwillig engagieren können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Der aktuelle Freiwilligenbericht zeigt: Viele junge Menschen sind grundsätzlich interessiert, brauchen aber passende Möglichkeiten und Unterstützung. Besonders wichtig sind folgende Faktoren.
Flexibilität
Schule, Studium, Ausbildung oder Nebenjobs nehmen viel Zeit in Anspruch. Viele junge Menschen bevorzugen deshalb Engagementformen, die flexibel sind und sich gut in ihren Alltag integrieren lassen. Projektbezogene Einsätze, kurzfristige Aktionen oder zeitlich begrenzte Aufgaben sind oft attraktiver als langfristige Verpflichtungen.
Mitgestalten können
Junge Engagierte wollen nicht nur helfen, sondern auch Ideen einbringen. Organisationen, die jungen Menschen Verantwortung übertragen und ihnen Gestaltungsspielräume geben, schaffen besonders motivierende Engagementmöglichkeiten.
Gemeinschaft erleben
Ein wichtiger Anreiz für Engagement ist das soziale Umfeld. Viele junge Menschen engagieren sich, weil sie Gleichgesinnte treffen, Freundschaften schließen oder gemeinsam etwas aufbauen möchten. Engagement wird so auch zu einem Ort der Begegnung.
Anerkennung und Sichtbarkeit
Wertschätzung spielt eine große Rolle. Wenn Engagement gesehen und anerkannt wird – etwa durch Feedback, Zertifikate oder öffentliche Anerkennung – steigt die Motivation, sich langfristig einzubringen.
Niedrigschwellige Zugänge
Der Einstieg ins Engagement sollte möglichst einfach sein. Klare Informationen, unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten und transparente Aufgaben helfen jungen Menschen, passende Möglichkeiten zu finden.
Engagement als Schule fürs Leben
Eines ist klar: Für junge Menschen ist freiwilliges Engagement mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Typische Kompetenzen, die sie entwickeln:
- Verantwortung übernehmen
- im Team arbeiten
- Projekte planen und umsetzen
- Herausforderungen gemeinsam lösen
Das stärkt das Selbstvertrauen – und vermittelt ein wichtiges Gefühl: Ich kann etwas bewegen.
Engagement leicht zugänglich machen
Damit junge Menschen den Weg ins Engagement finden, braucht es klare und leicht zugängliche Informationen. Digitale Plattformen können dabei eine Rolle spielen. Sie helfen dabei, Engagementmöglichkeiten sichtbar zu machen und Interessierte mit Organisationen zu verbinden.
Tools wie der Engagementfinder oder die mima-App unterstützen genau dabei: Sie zeigen, wo Engagement möglich ist und machen den Einstieg einfacher. So finden junge Menschen schneller eine Tätigkeit, die zu ihren Interessen, Fähigkeiten und zeitlichen Möglichkeiten passt. Direkt vom Handy aus. Und wer sich nicht entscheiden kann, der hat die Möglichkeit eine Freiwilligenberatung bei uns zu buchen und bekommt dann genau jene Organisationen und Freiwilligenprojekte von uns vorschlagen, die zu einem passen.
Demokratie braucht junge Engagierte
Freiwilliges Engagement stärkt auch die Demokratie. Wer sich engagiert, erlebt unmittelbar, dass gesellschaftliche Veränderungen möglich sind, wenn Menschen gemeinsam handeln. Junge Engagierte bringen dabei neue Perspektiven, kreative Ideen und oft auch digitale Kompetenzen ein.
Organisationen profitieren stark von diesem frischen Blick. Gleichzeitig lernen junge Menschen, wie gesellschaftliches Zusammenleben funktioniert und wie man Verantwortung für die eigene Gemeinschaft übernimmt. Engagement wird so zu einem wichtigen Lernfeld für demokratische Beteiligung.
Viele Wege ins Engagement
Der Einstieg ins Engagement passiert häufig über Vereine oder Jugendorganisationen. Besonders wichtig sind dabei niedrigschwellige Möglichkeiten, die sich gut mit Schule, Studium oder Ausbildung verbinden lassen. Viele junge Menschen engagieren sich projektbezogen oder in flexiblen Formen – etwa bei Veranstaltungen, Aktionen oder kurzfristigen Projekten.
Eine besondere Möglichkeit bieten sogenannte Freiwilligenjahre, etwa:
- Freiwilliges Sozialjahr
- Freiwilliges Umweltjahr
- internationale Freiwilligendienste
- Programme des Europäischen Solidaritätskorps
Diese Programme ermöglichen jungen Menschen, sich über mehrere Monate intensiv für ein gesellschaftliches Thema einzusetzen und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Engagement sichtbar machen
Wenn Engagement gesehen und wertgeschätzt wird, steigt auch die Motivation, sich weiter einzubringen. Initiativen wie Zertifikate, Engagementnachweise oder Freiwilligenpässe helfen, freiwillige Tätigkeiten sichtbar zu machen.
Gerade für junge Menschen kann das wichtig sein, weil Engagement auch Kompetenzen vermittelt, die im Studium oder später im Berufsleben relevant sind.
Wer jung beginnt, bleibt oft engagiert
Viele Menschen, die sich später im Leben freiwillig engagieren, haben ihre ersten Erfahrungen bereits in jungen Jahren gemacht. Jugendengagement wirkt daher langfristig: Wer früh erlebt, dass Engagement sinnvoll ist und Wirkung zeigt, bleibt oft auch später aktiv.