Starker Start in den Lehrgang Freiwilligenkoordination – Nachbericht zum Modul 1
Der Lehrgang Freiwilligenkoordination startete am 22. und 23. September 2025 mit einem praxisnahen Einstieg in die Welt des freiwilligen Engagements. 15 engagierte Teilnehmer:innen nutzten die ersten beiden Tage, um sich in die Grundlagen des Freiwilligenmanagements einzuarbeiten und erhielten wertvolle Impulse für ihre Arbeit in den Organisationen.
Freiwilliges Engagement in der Gesellschaft
Zu Beginn gaben Isabel Beuchel (Freiwilligenkoordinatorin, Diakoniewerk) und Brigitta Lajko (Leiterin von füruns Freiwillig in OÖ und füruns Integration – Zentrum für Zivilgesellschaft, Verein füruns) einen Überblick über das freiwillige Engagement in unserer Gesellschaft. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen wurden Motive für freiwilliges Engagement ebenso wie mögliche Gründe dagegen diskutiert. Auch die Klärung der Begriffe wie freiwilliges Engagement, Ehrenamt und Freiwilligenarbeit stand im Mittelpunkt. Zahlen, Fakten und Definitionen machten die Vielfalt und Bedeutung freiwilligen Engagements sichtbar.
„Spannend war für mich die Erkenntnis, welche Motive hinter freiwilligem Engagement stehen – das hat meinen Blick darauf verändert.“
— Dagmar Scherbaum, Teilnehmerin
Darüber hinaus wurde die Projektarbeit vorgestellt: Alle Teilnehmer:innen entwickeln im Laufe des Lehrgangs ein eigene Projektarbeit, das bei der Abschlussveranstaltung präsentiert wird. Bereits im ersten Modul sammelten sie dazu erste Ideen und konkretisierten Arbeitsschritte, sodass eine klare Grundlage für die weitere Umsetzung entstand.
Am Nachmittag brachte Supervisorin Lisa Himmelsbach mit ihrem Input zum Thema Supervision neue Impulse ein. Gemeinsam wurden Vorurteile und persönliche Erfahrungen reflektiert und die Bedeutung dieser Methode für das freiwillige Engagement hervorgehoben.
Zielgruppen erreichen
Am Vormittag des zweiten Tages zeigte Sandra Prommer, Trainerin und Geschäftsführerin der Grünen Bildungswerkstatt OÖ, wie Freiwillige gezielt angesprochen werden können. Im Fokus standen Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit, um passende Zielgruppen effektiv zu erreichen. Es wurde behandelt, wie man Freiwillige mit Pressearbeit, Social Media und auf der eigenen Website erreicht, aber auch die Bedeutsamkeit der internen Kommunikation und des Onboardings für einen erfolgreiche Freiwilligengewinnung hervorgehoben. Die Teilnehmer:innen arbeiteten eigene Personas aus und kreierten gemeinsam eine Stellenausschreibung.
Auswahl & Einbindung von Freiwilligen
Anita Weilharter, Freiwilligenkoordinatorin der Seniorenzentren Linz, vermittelte, wie Auswahlgespräche gestaltet, Erwartungen abgeglichen und Strukturen geschaffen werden können, die freiwilliges Engagement nachhaltig fördern. Die Teilnehmer:innen bekamen wichtigen Informationen und praktische Arbeitsmaterialien für den Arbeitsalltag mit, wie auch viele Anekdoten aus der langjährigen Praxis der Vortragenden.
Das erste Modul macht deutlich, wie vielfältig und spannend das freiwillige Engagement sowie die Freiwilligenkoordination sind. Die Teilnehmer:innen aus den unterschiedlichsten Freiwilligenorganisationen und Bundesländern boten neue Einblicke und Sichtweisen in die Arbeit der Freiwilligenkoordination, sodass ein gegenseitiges Lernen entstand. Dies wird auch in den Peergruppen verstärkt, die zu Beginn gebildet wurden und den gesamten Lehrgang begleiten. Theorie, Praxisbeispiele und der Austausch unter den Teilnehmer:innen bildeten eine starke Basis für die kommenden Module. Der Lehrgang ist damit erfolgreich gestartet, und die Teilnehmer:innen blicken mit Spannung auf die nächsten Module – ein gelungener Auftakt für den weiteren Lehrgangsverlauf.
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